Online-Trading: 6 Tipps, um einen seriösen Broker zu erkennen

/ 17.07.2016 / / 148

Der Aktienmarkt verlagert sich wie viele andere Handelsgeschäfte immer mehr in das Internet. Reine Online-Broker bieten Online-Trading dabei als Alternative zu den regulären Investment Geschäften bei einer Bankfiliale an, ein wenig wie Direktbanken. Problem dabei: Aktiengeschäfte sind Vertrauenssache. Besonders wenn kein persönlicher Kontakt zum Broker besteht, gibt es Risikofaktoren, die es auszuschalten gilt. Um nicht auf unseriöse Online-Broker hereinzufallen, hier sechs Tipps um einen seriösen Broker zu erkennen.

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Was ist Online-Trading?

Diese Frage stellt sich zunächst. Online-Trading ist Aktienhandel im Internet, der in Deutschland bisher jedoch wenig Anklang findet – ganz wie der generelle Aktienhandel. Laut tradenlernen.de sind Aktien in Deutschland noch immer unterschätzt, obwohl Langzeitstudien zeigen dass Vermögensbildung mit Aktienhandel größere Erfolgschancen hat und zu besseren Ergebnissen führt als ohne Aktienhandel. Gerade Einsteigern, die gerade beginnen, sich im Aktienhandel umzublicken, sei dabei eher zu klassischen Beratungen bei Bankfilialen geraten, während erfahrene Trader mit großem Handelsvolumen und vielen Transaktionen am besten bei Online-Tradern aufgehoben sein, da diese ein ausgewogeneres Kostenspektrum haben und aufgrund der fehlenden Filialen auch weniger Kosten haben, die es zu decken gilt.

Da in den letzten Jahren doch sehr viele Online-Trading-Angebote aus dem Boden gewachsen sind, ist es wichtig einen Überblick darüber zu erlangen um dann den richtigen Online-Broker für den eigenen Bedarf zu finden. Alle versprechen dabei hohe Renditen, schnelle Gewinne und locken mit attraktiven Bonusprogrammen. Um den Markt überblicken zu können, müssen die Angebote dementsprechend seriös und transparent sein, damit auch private Investoren sicher handeln können. „Natürlich gibt es einige Kriterien, die auch aus Sicht des Privatanlegers Hinweise darstellen, ob mit dem Anbieter alles in Ordnung ist und ob man bei diesem bedenkenlos ein Konto eröffnen und mit dem Handel starten kann“, so ein Autor von abzocktest.com – gerade deswegen sollte besonders auf Kleinigkeiten geachtet werden.

 

Tipp 1: Wissen als Grundlage

Das oftmals angebotene Handeln mit binären Optionen bietet auch vergleichsweise unerfahrenen Tradern die Möglichkeit, aktiv am Finanzhandel teilzunehmen. Dabei wird im Vergleich zum klassischen Aktienhandel nicht mit dem tatsächlichen Kauf und Verkauf gearbeitet, sondern auf Kursänderungen gewettet. Der Broker stellt dabei im Vorfeld Quoten bereit, die erfüllt werden wenn richtig gewettet wird. Dabei gibt es unterschiedliche Zeitfelder, die teilweise auch im Kurzzeitbereich von 30 Sekunden bis maximal fünf Minuten liegen. Besonders diese Optionen sind aber sehr risikoreich.

Da Online-Broker im Gegensatz zu klassischen Investment-Bankern nur selten auch Wissen vermitteln und aktiv beraten, sollte selbst auf eine gute Schulung geachtet werden. Besonders bei dem Handeln mit binären Optionen muss eine gute Informationsdichte zu Grunde liegen, da im Gegensatz zum Aktienhandel, wenn die Aktie sinkt, kein tatsächlicher Geldverlust da ist: beim Handel mit binären Optionen hingegen ist das schnell und einfach der Fall.

 

Tipp 2: Objektive Beratung

Wie gesagt – die eigene Informationsstruktur ist das wichtigste beim Einstieg auf den Aktienmarkt. Wer das aber nicht leisten kann und statt nach eigenen Informationen doch lieber die Beratung eines Brokers sucht, sollte darauf achten, dass dieser objektiv informiert. Deswegen lohnt es sich immer zu hinterfragen, ob die gegebenen Informationen Sinn machen und nicht eine subjektive Erfolgsaussicht für den Broker darstellen.

Darüber hinaus ist eine Gebührentransparenz für den Kunden Pflicht. Je nach Angebot werden nämlich unterschiedliche Gebühren fällig, die es im Blick zu halten gilt – sonst wird das Geschäft hinterher bestenfalls zum Nullsummenspiel. Von Anbieter zu Anbieter unterscheiden sich die Angebote deutlich, besonders wenn es um den persönlichen Kontakt geht: bei einem telefonischen Trade, wenn beispielsweise kein Internetzugang möglich ist, fallen mindestens 10€ Gebühren an, eher mehr.

 

Tipp 3: Langzeitangebote als sichere Wahl

Die Wette mit binären Optionen gibt es im sehr kurzen Zeitrahmen. Von diesen Angeboten ist jedoch dringend abzuraten – da sollte keinem Online-Broker getraut werden. Optionen mit kurzem Zeitfenster mögen vielleicht mit einem großen Hebel locken, der aus 5.000€ schnell 1.000.000€ macht, genau so schnell kann das Geld jedoch auch weg sein und Zeitfenster von 30 Sekunden sind wirklich selten sicher vorherzusehen.

 

Tipp 4: Kauf- und Verkaufslimits

Nicht jeder kann den Aktienmarkt ständig im Blick halten. Dementsprechend sollten dringend Kauf- und Verkaufslimits gesetzt werden, damit die Notbremse gezogen wird, wenn das persönliche Limit erreicht ist – das sollte auch vom Online-Broker empfohlen werden. In Zusammenhang mit diesen sollte ebenfalls auf die Orderkosten geachtet werden, also wie sich diese verändern oder spontan erhoben werden können, wenn das Ordervolumen dann wegen des Limits nicht erreicht wird.

Tipp 5: Konditionen überprüfen

Die Konditionen, die im Blick gehalten werden müssen bevor ein Depot eröffnet wird, sind:

  • Regelmäßige Fixkosten (je Quartal bzw. jährlich)
  • Ordermöglichkeiten, also per Internet oder per Telefon, falls mal kein Internetzugang möglich ist
  • Orderkosten im Zusammenhang mit deren Art und Volumen
  • Limitgebühren (wie oben erwähnt)
  • Handelsangebot (wie viele Aktien können gehandelt werden?)
  • Informationsangebot (Realtime Kurse stellen besonders bei binären Optionen eine essentielle Informationsquelle dar!)
  • Boni (Wechselbonus bei Depotverlagerung bzw. kostenlose Trades)

 

 Bild Hochhaus

Tipp 6: Lieber Offline als Online?

Wer sich jetzt von den Informationen erschlagen fühlt und unsicher wird, ob die ganzen Optionen überhaupt überblickbar sind, der sollte überlegen, sich doch an eine strategische Anlagenberatung zu wenden. Bei der Vermögensbildung können Aktien nämlich durchaus hilfreich sein – bei Unsicherheit und mangelnder Information kann das Geld jedoch noch viel schneller verspielt sein, als es dazu gewonnen werden kann. Ein strategischer Anlagenberater kann da Abhilfe schaffen und mit soliden Informationen eine Grundlage bilden. Dabei finden sich zwar kleinere Gewinnmargen und Hebel, es ist jedoch ein gutes Gefühl einen erfahrenen Berater gegenüber zu haben, an den man sich tatsächlich wenden kann. Im nächsten Schritt, mit erworbenem Wissen und Erfahrung kann sich dann ein seriöser Online-Broker-Dienst gesucht werden, bei dem die Konditionen transparent überblickt werden können. Auch dann sollte final jedoch noch darauf geachtet werden, nur sichere Angebote anzunehmen und ein Depot nur dann zu eröffnen, wenn der Dienst bereits genutzt und weiterempfohlen wurde – Geldanlage ist schließlich Vertrauenssache und das Internet ein weites Feld. Über Online-Dienste kann sich darüber hinaus informiert werden – unabhängige Testportale können oftmals Erfahrungsberichte liefern und schließlich eine Empfehlung für oder gegen einen Anbieter aussprechen. Davon sollten Verbraucher bewusst Gebrauch machen und schließlich profitieren.

 

Bild: ©MichaelGaida pixabay.com (CC0 1.0)

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