50.000 Euro Schadensersatz für Anlegerin des Schiffsfonds HCI Shipping Select

/ 08.04.2016 / / 87

Vor dem LG  München I hat sich die Finanzfirma A. AG – die ihren Sitz in dem bayerischen Villenort Grünwald hat – dazu verpflichtet, an eine 83-jährige Anlegerin Schadensersatz zu leisten. Die Vertriebsfirma wurde wegen fehlerhafter Beratung beim Abschluss eines Kapitalanlagegeschäftes in Anspruch genommen. Beanstandet wurden Aufklärungspflichtverletzungen in Zusammenhang mit der Zeichnung eines Dachfonds, der zwei treuhänderisch gehaltene Schiffsgesellschaftsbeteiligungen umfasst.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de


Zur Zeichnung der Kapitalanlage wurde die Rentnerin von einem Mitarbeiter der Vertriebsfirma A. AG überredet. Man kannte sich gut, war doch dieser Herr früher Leiter einer Filiale der Kreissparkasse Ebersberg (bei der die Seniorin Kundin war). Nach Aufgabe der Tätigkeit betreute er die Sparkassenkundin in Gelddingen weiter und kam regelmäßig zu ihr ins Haus.

In der Klageschrift wurde geltend gemacht, dass die Anlageempfehlung auch bei ex-ante-Betrachtung als verfehlt und unvertretbar angesehen werden muss. Eine derartige Graumarktbeteiligung hätte der unkundigen und sicherheitsorientierten Klägerin niemals verkauft werden dürfen. Eine anleger- und objektgerechte Aufklärung hat zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Insbesondere auf die der Beteiligung anhaftenden Risiken und Besonderheiten, namentlich auf die Gefahr

  • des Wiederauflebens der Haftung des Kommanditisten bei Gewährung von Ausschüttungen, die nicht durch Gewinne gedeckt sind
  • der fehlenden bzw. eingeschränkten Handelbarkeit (Fungibilität) der Kommanditbeteiligung
  • des Totalverlustes
  • der Unwägbarkeiten der Auslandsbeteiligungen
  • der Unrentabilität aufgrund sehr hoher Weichkosten

wurde im Vorfeld nicht hingewiesen. Die von Herrn Rechtsanwalt Dr. Klass vertretene Klägerin sah sich getäuscht und um ihre Lebensersparnisse gebracht.

Hier weiterlesen zum HCE Shipping Select

Share on FacebookShare on Google+
Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher noch keine Bewertung)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Markus: Wichtig ist doch, dass wieder einmal etwas verboten wurde. Und die Müllverbrenner...
  • Manfred: Da fällt lite nur der Lungenfacharzt Prof. Dr. Dieter Köhler ein, seine Ansicht zum...
  • Christoph: Dass es im “DSGVO-Wahn” schon so weit kommt, Namen an den Haustüren zu...
  • Laura Heimisch: Sie haben Recht, ein sehr gutes sprachliches Niveau ist in Italien nötig, wenn...
  • Hengge: Ja jetzt unterstütz das kba mittlerweile schon die fahrzeughersteller die uns alle über...