Facto Financial Services AG Die Abtretung von Lebensversicherungen an Unternehmen wie die Facto Financial Services AG aus München ist zwangsläufig mit Risiken verbunden.

Facto Financial Services (FS) AG

/ 05.06.2018 / / 5.928

Wir haben in letzter Zeit einige Anfragen zum Thema FACTO Financial Services AG in München bekommen. Recherchen im eigenen Verbraucherschutz-Netzwerk und persönliche Kontaktaufnahme ergeben aktuell Anlass, dass das Geschäftsmodell zumindest “unter kritische Beobachtung” gestellt werden sollte. Die FACTO AG bietet unterschiedliche Dienstleistungen an, unter anderem auch die Unterstützung bei der Rückabwicklung von Lebensversicherungen.

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Hier übernimmt die FACTO AG kostenlos das Erstgespräch inkl. Zusammenstellung der Unterlagen beim Kunden. Für interessierte Kunden werden auch die Kosten für eine anwaltliche Ersteinschätzung sowie anfallende Gutachterkosten übernommen. Der Dienst finanziert sich ausschließlich über eine Erfolgsgebühr, die nach einer erfolgreichen Rückabwicklung einer Lebensversicherung inkl. Auszahlung der eingezahlten Prämien und des vom Gutachter berechneten Nutzungsentgelts fällig wird. Die Höhe dieser Entschädigung ist nicht unerheblich und beträgt fast 50 Prozent des von der Versicherung ausgezahlten Geldes. Das Produkt an sich ist im Risiko grundsätzlich kalkulierbar, allerdings verlieren Kunden durch die Abtretung von Lebensversicherungen alle Rechte an ihrem Kapital. Daraus kann sich z.B. im Falle einer Insolvenz der Facto AG eine Problematik entwickeln.

Ein vergleichbares Problem ergab sich im November 2017 für die Kunden der insolventen Kölner Treuk AG, deren Kunden der zahlungsunfähigen Gesellschaft Versicherungen abgetreten hatten und statt Geldempfänger zu Darlehensgebern wurden. Hier dazu mehr erfahren

Aus dem Treuk-Netzwerk berichtete das Branchenmagazin GOMOPA auch über einen teilweisen Ausverkauf bei FACTO. Die Gesellschaft soll einen großen Teil der an sie abgetretenen Versicherungen an eine Rechtsanwaltskanzlei im Rheinland abgetreten haben.

Fragwürdiges Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell erscheint uns mittlerweile grundsätzlich als fragwürdig, insbesondere aufgrund der unserer Meinung nach fehlenden Integrität neuer Mitspieler. Fest steht, dass sich hinter der Facto Financial Services AG ein gewaltiges und auf Ertragsoptimierung getrimmtes sowie hoch technisiertes Netzwerk verbirgt. Wer Probleme mit der FACTO AG in Bezug auf die Abtretung von Lebensversicherungen hat, sollte zeitnah eine juristische Beratung in Anspruch nehmen.

Einen interessanten Bericht über die Netzwerke in der Branche haben wir hier veröffentlicht.

Facto Financial Services und das Vermittlerinteresse

Der Artikel macht deutlich, dass abgetretene und noch abzutretende Lebensversicherungen immer mehr ein Thema für den “dunkelgrauen” Kapitalmarkt werden. Hier werden Hoffnungen auf eine sichere Altervorsorge zur Ware in einem von Vermittler-Interesse an hohen Provisionen gesteuerten Business. Dieses Business bewegt Milliarden Euro und die Facto Financial Services AG ist ein nicht allzukleines Rädchen im Getriebe.

Gern tragen wir an dieser Stelle weitere Inforamtionen zur Facto Financial Services AG zusammen. Bitte schicken Sie uns Ihre Erfahrungen an info@verbraucherschutz.tv.

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2 Kommentare zu “Facto Financial Services (FS) AG”

  1. U. Flüs sagt:

    Kann die Aussage des Artikels so nicht bestätigen.
    Ich war sehr zufrieden mit der Hilfe durch die Facto und ohne diese wäre ich nicht aus meiner Lebensversicherung rausgekommen.
    Entweder das Geschäft hat sich in den letzten 3 Jahren stark gewandelt oder die Konkurrenz hat das bezahlt, aber seriöser Journalismus ist was anderes!

  2. Büder sagt:

    Also nach nunmehr drei weiteren Jahren kann man sagen ihre Redakteure haben gar keine Ahnung und sollten eher Rasen mähen anstatt Menschen unbegründet Angst zu machen, wie sagte Diter Nuhr ,wenn man keine Ahnung hat einfach Fresse halten , erstens warnen sie vor Insolvenz und schreiben drei zeilen später was für ein grosses Rad Facto bewegt ( Milliardengeschäft) da macht Insolvenz natürlich Sinn , dann legt Facto alles offen auch die 50 % Provision ,und 50 % von etwas was sonst im Schrank liegt oder auf dem Müll landet ist immer besser als 0 ,das ist ne ganz einfache Rechnung, da 60-70 % der Kunden Rechtsschutz haben ist das Risiko ebenfalls 0 .Was für eine Recherche war das ? Das ist dumm und irreführend .Schlimm das jeder so ungestraft falsche Informationen streuen kann , das ist Betrug im Netz ,kehren sie in den eigenen Reihen bevor sie andere beschmutzen.

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Aktuelle Kommentare

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