Penell-Anleihe nicht ausreichend besichert – Möglichkeiten der Anleger

/ 24.05.2017 / / 32

Erst im Oktober 2014 hatte die Penell GmbH mitgeteilt, dass die Platzierung ihrer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von fünf Millionen Euro abgeschlossen sei. Noch vor Weihnachten der Schock für die Anleger: Die Anleihe ist nicht ausreichend besichert.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Die Penell-Anleihe (WKN / ISIN A11QQ8 / DE000A11QQ82) hat eine Laufzeit bis 2019 und ist mit einem Kupon von 7,75 Prozent verzinst. Laut Wertpapierprospekt sollte die Anleihe mit einem angegebenen Lagerwert von rund 9 Millionen Euro besichert sein. „Das war sicher auch ein Argument für die Anleger, die Anleihe zu zeichnen“, meint Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Umso größer dürfte der Schock gewesen sein, als das Unternehmen im Dezember mitteilen musste, dass die Kupferbestände nur einen Wert von ca. 2,5 Millionen Euro haben. Trotz einer zugesagten Nachbesicherung dürften die Sicherheiten dann nur rund 5,5 Millionen Euro betragen. In Kürze soll eine Gläubigerversammlung einberufen werden, die für mehr Klarheit sorgen soll.

„Die Penell-Anleihe ist nach diesen Vorkommnissen natürlich denkbar ungünstig gestartet. Die Anleihe-Gläubiger werden sich vermutlich auf Änderungen in den Anleihe-Bedingungen einstellen müssen. Möglicherweise soll auf der Gläubigerversammlung ein teilweiser Verzicht auf die Sicherheiten beschlossen werden. Solch weitreichende Entscheidungen sollten die Anleger nicht ohne anwaltlichen Rat treffen“, so Cäsar-Preller.

Alternativ könne auch der Ausstieg aus der Kapitalanlage oder die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen geprüft werden. „Da offensichtlich Prospektfehler vorliegen und die Anleihe nicht ausreichend besichert ist, liegt damit sicherlich ein Grund für eine außerordentliche Kündigung vor. Auch kann die Beteiligung wahrscheinlich komplett rückabgewickelt werden“, erklärt Cäsar-Preller.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

Mehr Informationen: http://www.anlegerschutz-news.de/

Autor: Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller
 

Share on FacebookShare on Google+
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher noch keine Bewertung)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Redaktion: Na wenn sie Schadstoffwerte Ihnen egal sind haben Sie vor Gericht wenig Chancen, denn...
  • Tockhorn,Marko: Hallo, wir haben am 2.10.2017 ein Vw T6 MV 110kw Schaltgetriebe bestellt. Das...
  • Herr Feiertag: Also, auch ich hatte meinen nun 5. Multivan im Nov. 2017 bestellt.Liefertermin...
  • Marion: Vorsicht Betrüger Firma „Carnot enrgias S.L“ unsere Firma kauft in größeren...
  • Redaktion: Dann bist du durch damit – da kommt nix mehr. Zumindest nichts wichtiges mehr....