„Amazon Coins“ kein BaFin-reguliertes E-Geld

/ 11.07.2014 / / 60

Das Thema alternative Zahlungsmittel taucht immer öfter in den Medien auf. Die Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei mzs Rechtsanwälte hat auf dieses Interesse schon vor einiger Zeit reagiert und informiert auf www.zag-recht.de  über aufsichtsrechtliche Fragen in Sachen E-Geld. Die Verbraucherzentrale NRW macht aktuell auf Defizite der Amazon-Währung „Amazon Coins“ aufmerksam. In einer Pressemitteilung heißt es dazu:

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

„Der Versandmulti tauscht für App-Käufe Euros seiner Kundschaft in Coins um. Sogar Rabatt gibt’s in der Wechselstube. Doch die Haus-Währung birgt auch Nachteile…Viele Apps gibt’s gratis, andere gegen einen geringen Obolus. Bezahlt werden sie meist per Kreditkarte, Bankeinzug und Mobilfunkrechnung. Oder neuerdings per Coin. So heißt die hauseigene Währung, die Versandhändler Amazon für seine Android-Welt kreiert hat. Um das Vertrauen der Kundschaft zu gewinnen, schüttet Amazon seine Münzen derzeit immer wieder mal für lau aus: beispielsweise beim Kauf seines Tablets Kindle Fire oder ausgewählter Gratis- und Kauf-Apps.“

Aus aufsichtsrechtlicher Sicht sei gegen die „Amazon Coins“ nichts einzuwenden, so die  Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Barbara Dörner von mzs Rechtsanwälte. Bei den „Amazon Coins“ handele es sich nicht um E-Geld gemäß dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), denn die Coins werden als Zahlungsmittel ausschließlich von Amazon selbst akzeptiert. Daher gebe es keine Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Aus der Nichtregulierung ergibt sich ein kleiner feiner Unterschied zum BaFin-regulierten E-Geld-Geschäft: „Amazon ist gesetzlich nicht verpflichtet, die Coins in gesetzliche Zahlungsmittel zurückzutauschen! Eine geringe Menge an Coins, mit der alleine kein Einkauf mehr getätigt werden kann, bleibt daher so lange wertlos, bis neue Coins hinzugekauft werden. Eine Kombination aus Coins und gesetzlichen Zahlungsmitteln ist derzeit nicht möglich.  Im schlimmsten Fall verlieren die Coins bei einer Insolvenz von Amazon ihren Wert. Ein angemessenes Eigenkapital zur Erfüllung der Verpflichtungen muss, im Vergleich zu BaFin-regulierten E-Geld-Instituten, weder vorgehalten noch nachgewiesen werden“, so Dr. Dörner.

Die Düsseldorfer Experten empfehlen grundsätzlich, zunächst die Rahmenbedingungen einer privaten Währung zu prüfen. Vor allem seien Langlebigkeit sowie Vor- und Nachteile, welche hinsichtlich der „Amazon Coins“ nun von der Verbraucherzentrale NRW aufgezeigt wurden, vor Investitionen abzuklären.

 

Mehr Informationen: www.zag-recht.de

 

Können wir Ihnen helfen?

Hier ein Ticket eröffnen. Durch die Eröffnung eines Tickets entstehen Ihnen keinerlei Kosten

 

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Finanzen / Gesetze / Handel. Wirtschaft Schlagwörter: / / / / /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Sie wollen einen Backlink posten? Gerne mache ich Ihnen ein Angebot dazu (info@verbraucherschutz.tv).

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Angst? - hier klicken oder Hier 1. Hilfe anfordern.

Jetzt Beschwerdebrief aufsetzen!

Wir unterstützen Sie in Ihrem Anliegen mit der Formulierung eines Beschwerdebriefes.

Hier mehr erfahren

Tickets für schnelle Hilfe

Jetzt mit unserem Ticketsystem Kontakt aufnehmen. Wir informieren Sie darüber, was in Ihrem Fall zu tun ist. Wir geben keinen Rechtsrat, sondern helfen Ihnen, die Krisensituation richtig einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten.


Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961