web.de: Wenn der Freemailer auf einmal doch etwas kostet

/ 04.12.2015 / / 90

Unser Archiv-Beitrag über den Freemail-Anbieter web.de ist seit Jahren einer der beliebtesten Artikel auf www.verbraucherschutz.tv. In letzter Zeit mehren sich die Aufrufe des Artikels über web.de wieder mal dramatisch, was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass web.de die Daumenschrauben anzieht und vermeintlichen Ansprüchen verstärkt per Mail oder Brief Druck verleiht. Die Masche ist seit Jahren unverändert: web.de – aber auch andere Anbieter wie z.B. gmx, bieten Privatpersonen kostenlose Mail-Accounts an, mit denen diese in aller Regel auch sehr zufrieden sind. Nutzer dieser Art brauchen aber auch nicht mehr: Die Ansprüche an Speicherkapazität und Virenschutz oder sonstigen kostenoflichtigen Annehmlichkeiten sind überschaubar.

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Man kann aber davon ausgehen, dass sich stets gewinnoptimierende Unternehmen wie die 1und1 Internet AG als Eigentümerin von web.de auf Dauer nicht damit abgegben können, Dienste grundsätzlich und unbegrenzt gratis anzubieten. Daher wird immer wieder versucht, den immens großen Datenbestand der Free-Mailer in kostenpflichtige Verträge umzubauen. Beliebtester Trick dabei: Kunden werden z.B. über einen Geburtstagsbonus in die Probephase eines kostenpflichtigen Abos gelotst. Wird dieses Probeabo bei WEB.de oder gmx.de nicht rechtzeitig und vor allem nicht per Post gekündigt, dann beginnt nach Ablauf der Frist ein kostenpflichtiger Vertrag.

Was tun, werden wir immer wieder gefargt? Aus unserer Erfahrung reagieren Anbieter auf keinerlei Kommunikation. Brieffreundschaften per Post oder Mail sind also nicht zu empfehlen. Hilfreich ist sicherlich ein Widerspruch per Einschreiben, falls man den Kündigungstermin verpasst hat. Nach diesem Widerspruch können sich Abofallenopfer eigentlich beruhigt zurücklehenen. Uns ist bislang noch kein Fall bekannt geworden, in em z.b. web.de einen Mahnbescheid versendet hat oder sogar einen vollstreckbaren Titel erreicht hat. Es gibt Briefe vom Anwalt, mehr bislang nicht.

Geschäftsprinzip ist vermutlich: Mitnehmen, was ohne großen Aufwand mitzunehmen ist. Selbst das sind ein paar Millionen pro Jahr…

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Kategorien: web.de

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