Green Planet AG: Geld der Anleger muss nicht verloren sein

/ 24.05.2017 / / 31

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. ermittelt gegen die Green Planet AG wegen Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Anleger, die über Green Planet in Teakholzplantagen in Costa Rica investiert haben, fürchten um ihr Geld. Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden, äußert sich im Interview mit verbraucherschutz.tv zur aktuellen Situation und den Möglichkeiten der Anleger.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Herr Cäsar-Preller, es besteht der Verdacht, dass die Anlegergelder gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil in den Teakholzplantagen angekommen sind. Müssen die Anleger das Geld abschreiben?

Cäsar-Preller: Es müssen natürlich die Ermittlungen abgewartet werden. Wenn sich der Betrugsverdacht bestätigt, muss das Geld der Anleger trotzdem noch nicht verloren sein. Es gibt verschiedene rechtliche Möglichkeiten, um zumindest an einen Teil des Geldes wieder heranzukommen.

 

Welche Möglichkeiten wären das?

Cäsar-Preller:  Vorausgesetzt, dass der Betrugsverdacht sich bestätigt, kommen beispielsweise Schadensersatzansprüche wegen Betrugs oder auch die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung in Betracht. Um auf Vermögenswerte zugreifen zu können, kann auch ein dinglicher Arrest gegen die Verantwortlichen erwirkt werden. Allerdings sollte dazu umgehend gehandelt werden.

 

Mit Green Planet gerät nicht zum ersten Mal eine „grüne Kapitalanlage“ in die Negativ-Schlagzeilen. Lässt sich ein neuer Trend beobachten?

Cäsar-Preller: Es lässt sich sicher nicht jede Kaitalanlage in nachhaltige Investments über einen Kamm scheren. Aber es zu beobachten, dass eine neue Anlegergruppe ins Visier genommen wird: Menschen mit einem großen Umweltbewusstsein. Mit ihrem ökologischen Gewissen wird offenbar bewusst gespielt. Ganz nach dem Prinzip, etwas Gutes für die Umwelt zu  tun und als schönen Nebeneffekt auch noch Geld damit zu verdienen. So werden sicher viele Anleger bewusst gelockt – und am Ende doppelt enttäuscht.

 

Green Planet lockte nicht nur mit einer nachhaltigen Investition, sondern auch mit Renditen von bis zu 13 Prozent. War das überhaupt realistisch?

Cäsar-Preller: So hohe Renditen oder auch  hohe Zinssätze sind meiner Meinung nach immer ein Warnsignal und bedeuten entweder auch hohes Risiko oder die bewusste Täuschung der Anleger.

 

Was können die Anleger von Green Planet jetzt tun?

Cäsar-Preller: Sie sollten nicht das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abwarten, sondern sich umgehend juristischen Rat einholen, damit die nötigen Schritte, beispielsweise für Schadensersatzforderungen, eingeleitet werden können.

 

Mehr Informationen: http://www.anlegerschutz-news.de/

 

 

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Villa Justitia, Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden

Telefon: (06 11) 4 50 23-0
Telefax: (06 11) 4 50 23-17
Mobil: 01 72 – 6 16 61 03

E-Mail: kanzlei@caesar-preller.de

www.caesar-preller.de

 

Share on FacebookShare on Google+
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher noch keine Bewertung)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Redaktion: Hallo Bernd, ich denke, dass das nicht nötig ist. Das KBA hat eine Pressemitteilung...
  • bernd: Weiss evtl. jemand, ob bereits ein Beweisverfahren für den AUDI Q7 (ab. Bj. 2015) 200KW...
  • Gert: Hallo, Euer Thema ist ja schon etwas älter. Aber vielleicht kann man doch noch zu einer...
  • Redaktion: Das Aktenzeichen hilft dir wenig, die reagieren nicht auf freundliche Anschreiben und...
  • Robert Entenmann: Wer einen Rechtsschutz hat sofort klagen. Die ziehen dann den Schwanz ein da...