Bettina Wulff Google Autovervollständigung – Das virtuelle Tatoo im Internet!

/ 24.05.2017 / / 62

So wie oben werden Überschriften demnächst lauten. Hier der Versuch einer Erklärung: Mit ihrem Buch „Jenseits des Protokolls“ hat sich die Ex-Präsidenten Gattin Bettina Wulff eine sehr mächtige Zielscheibe ausgesucht. Der Suchdienst Google gerät ins Visier der sonst medienkompetenten Vermarktungsfachfrau und mit ihm ein System der Nachrichtenverarbeitung, das dem klassischen Kodex fairer Berichterstattungen nicht mehr entsprechen kann und es auch so lange nicht wird, wie Computer nicht denken können. Bettina Wulff mag auf internationalem Realparkett eine prima Rolle abgeben, beim Google-Dance muss sie zwangsläufig Debütantin sein und bleiben.

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Bettina Wulff und andere ärgert vor allem die Autovervollständigung von Google. Mein Mitleid hält sich angesichts der sozialen Stellung und der immer noch gegebenen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in solchen Fällen grundsätzlich eher in Grenzen, aber für Bettina Wulff will ich da mal eine Ausnahme machen, denn ob sie nun darunter leidet oder nicht: Sie beschwert sich über etwas, was in der Tat so nicht in Ordnung ist, aber wohl nicht abgestellt werden kann.

Damit regt sich die Ex-Firstlady wie jeder andere kleine Verbraucherschützer darüber auf, dass es in diesem Land Vorgänge gibt, die nahezu unglaublich scheinen, trotzdem aber nicht abgestellt werden können – von der Abofalle bis zum Branchenbuch-Fax. Problem: Google ist Monopolist und diktiert dem Internet, bzw. dessen Benutzern, wie es zu funktionieren hat. Bei den Vorschlägen zur Autovervollständigung analysiert der Dienst relevante Suchwort-Verbindungen, die in der Reihenfolge durch nichts anderes definiert werden, als durch Besucher-Interesse. Dies aber wiederum spiegelt vermeintlich Wahrheit, oder basiert zumindest auf nachprüfbarer Statistik und kann daher nicht als Falschaussage oder bewusste Fehlinformation verdammt werden.

Da kann frau, zugegeben liebe Bettina Wulff – schon mal verzweifeln lassen, denn die schlüpfrigen Seiten Ihrer Vergangenheit -. egal ob bewiesen oder nicht – interessieren das Volk nun mal mehr als die Fächerkombination Ihrer Hochschulqualifizierung. Der Pöbel hat immer recht.

Allerdings: Man darf Menschen wie Bettina Wulff aber auch den Vorwurf nicht ersparen, nicht rechtzeitig etwas für die eigene Reputation im Netz getan zu haben. Schwierig und oft ein Unterfangen, denn „Bettina Wulff ist blöd“ und „Bettina Wulff ist nicht blöd“ wird von Google und seinen Analyseschergen nicht grundsätzlich anders behandelt. Erst wenn die verneinende Aussage im Suchverhalten der breiten Usermasse mehr Raum einnimmt als die unbewiesene Tatsachenbehauptung wäre der Weg ins Autovervollständigungsprozedere für das klärende Wörtchen „nicht“ frei. Das Übelste, was man also in solchen Fällen machen kann ist die verneinende Tatsachenbehauptung zu stützen, z.B. mit dem Ankurbeln der Diskussion durch ein Buch. Besser wäre gewesen, das Keyword „Bettina Wulff wehrt sich“ zu stärken in Form einer Ziel führenden Kampagne. Diesen Zweck an sich erfüllt das Buch nicht, es ist eher die Fportführung des Kampfes mit immer den gleichen Mitteln – und die haben schon einmal versagt. Das Buch wird aber dafür sorgen, dass ein lieb gewordener Lebensstil gehalten werden kann – ob Google das nun passt oder nicht. Und das – hoch verehrte Frau Wulff – finde ich nunmal jenseits allen Sozialneids sehr clever.

Na gut, was sagt uns das aber alles?

1. Es wird nachvollziehbare Gründe geben, warum eine kluge Frau wie Bettina Wulff gerade macht, was sie macht.
2. Es wird ein Berufsstand entstehen, der Menschen wie Bettina Wulff präventiv beim Mühen um einen guten Ruf helfen kann
3. Es wird Arbeit geben für Menschen, die sich um solche Fällen kümmern, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist
4. Ein Tatoo kann man sich freiwillig stechen lassen, ein virtuelles Tatoo im Internet gelingt nicht immer so wie gewünscht – bleibt einem aber auch lebenslang erhalten
5. Negative Einträge in der Autovervollständigung können ein Unternehmen in den Ruin treiben oder ein gutes Produkt wie Blei in den Regalen verharren lassen.
6. Es geht auch oihne Google

Zum Thema Bettina Wulff schrieb dies Udo Schmallenberg, Journalist Suchmaschinenoptimierer bei www.talking-text.de

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