Photovoltaik: Wettlauf um Einspeisevergütung bis zum 9. März!

/ 23.02.2012 / / 762

Wer in 2012 seine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach montieren möchte, der sollte sich beeilen. Die aktuellen Einspeisevergütungen gelten nur noch bis Anfang März. Die Photovoltaik-Branche ist daher in heller Aufruhr. Die Bundesregierung hat am 23. Februar 2012 beschlossen, die aktuelle Einspeisevergütung für neue Solaranlagen ab März 2012 deutlich zu kürzen. Davon sind natürlich nur neue Anlagen betroffen. Die Regierung will so dafür sorgen, dass andere Formen der Energiegewinnung gegenüber der Photovoltaik nicht benachteiligt werden und besser gefördert werden könnten.

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Davon sollten natürlich auch kleine Windkraftanlagen profitieren, deren Investition heute durch die aktuelle Einspeisevergütung in Höhe von 9 Cent pro Kilowattstunde nicht in angemessener Zeit refinanziert werden können. Wer in diesen Tagen eine Photovoltaik-Anlage kauft oder plant, sollte sich absichern, dass die Inbetriebnahme vor dem 9. März sicher erfolgt, sonst gibt es zwischen 5 und 7 Cent pro Kilowattstunde weniger.

Im einzelnen gibt es folgende Veränderungen:

– Photovoltaiktaikanlagen bis 10 kWp werden auf 19,5 Cent pro installiertem kWh gekürzt ( – 20,2 %)
– Anlagen ab 10 bis 1.000 kWp bekommen nur noch 16,5 Cent pro installiertem kWh abgesenkt (- 29 %)
– Betreiber von Solarstromanlagen über 1.000 kWp bekommen nur noch 13,5 Cent pro installiertem kWh (- 26,4 %)
– Anlagen über 10.000 kWp werden gar nicht mehr gefördert.

Weiter wurde die Eigenverbrauchsregelung komplett gestrichen. Die Einspeisevergütung wird im Anschluss ab Mai monatlich um 0,15 Cent/kWh reduziert.

Hier die neuen Zahlen beim Bundesumweltministerium downloaden

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 2 Kommentare
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2 Kommentare zu “Photovoltaik: Wettlauf um Einspeisevergütung bis zum 9. März!”

  1. Blubberlutsch sagt:

    Also:
    1.) Deutschland ist kein Sonnenland und Photovoltaik hier sowieso ungeeignet. Strom wird damit produziert, wenn mal zwischendurch im Sommer die Sonne scheint und nicht dann, wenn man ihn auch braucht.
    2.) Haben wir bald die teuersten Strompreise der Welt, und das unter anderem, weil die Förderung nicht der Staat bezahlt, sondern der Verbraucher über die Kilowattstunde.
    3.) Der Markt soll Preise regeln, nicht die Subvention. Solarpanels sind historisch gesehen immer genau so teuer gewesen, dass der subventionierte Unternehmer nach 20 Jahren mit einem gaaanz kleinen Plus rausgeht, unabhängig von der Höhe der Subventionen.

    Dass daher jetzt viele Solarfirmen pleite gehen, die von einem völlig verzerrten Markt mit anfangs absurd hohen Einspeisevergütungen bis knapp 0,60€/KWh profitiert haben, ist eh klar. Solche planwirtschaftliche Förderpolitik geht einfach nicht nachhaltig mit unserem Wirtschaftssystem zusammen, leider verstehen das die wenigsten.

    Interessant ist, dass (ganz grob) das installierte Kilowatt immer etwa 10.000 mal so hoch war wie die Einspeisevergütung.

  2. Dr. Andreas Rottenwaller sagt:

    Die Kamikaze-Aktion der drastischen Kürzung der PV-Einspeisevergütung vom Minister-Duo Rösler und Röttgen ist ein Dolchstoß für alle potentiellen Investoren in Deutschland, vor allem für diejenigen, die bereits eine Anlage bestellt haben – sowie für die gesamte Solarbranche. Es wird das Aus für die Energiewende und die Entwicklung und den Vertrieb dieser Technologie in unserem Land sein – das bis dato in der Forschung weltweit einen Spitzenplatz einnimmt.
    Während die chinesische Regierung das Zukunftspotential für diese umweltfreundliche und bedeutende regenerative Energieform erkannt hat und ihre Firmen durch billige Kredite für den internationalen Wettbewerb extrem wettbewerbsfähig gemacht hat – dank auch der von deutschen Firmen gelieferten Technologie -haben unsere Politiker in ihrer eingeschränkten eindimensionalen Sichtweise nicht realisiert, das es hier um die Installierung einer für alle Zukunft bedeutsamen Schlüsselindustrie mit enormem Potential für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum mit allen damit einhergehenden positiven volkswirtschftlichen Folgen geht – wobei Deutschland aufgrund seiner technischen Kompetenz in der Spitze dauerhaft „mitspielen“ dürfte.
    Leider wird es wohl wieder so ausgehen, wie es mit der Entwicklung von Fax, Laptop, Hybrid-Technologie u. a. ausgegangen ist. Innovative deutsche Firmen leisteten Pionier-Entwicklungsarbeit und dank unserer unflexiblen und überreglementierten Wirtschaftspolitik haben das Geschäft damit andere gemacht. Wo bleibt die Nachhaltigkeit in unserer Politik, wo bleibt die Weitsicht.
    Anscheinend ist unseren Politikern jede Vision und realistische Zukunftsperspektive verlorengegangen. Der Lobbyismus der Großkonzerne läßt wohl grüßen. Die Folgen trägt wie immer das Volk.
    Vielen Dank meine Herren Minister!!!

    Dr. Andreas Rottenwaller

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