Penny Stocks und Aktienspam

/ 24.05.2017 / / 113

Spam sind schon ein echtes Übel – dabei muss man die lästigen Werbemails auch differenzieren. Hier soll es sich jetzt mal um so genannten Aktienspam drehen. Dabei werden in riesigen Verteilerzirkeln vermeintliche Insidertips gegeben, die zum Kauf von empfohlenen Aktien raten. Bei diesen Aktien handelt es sich – wenn sie überhaupt existieren – um so genannte Penny Stocks. Aktien im Wert von unter einem Euro werden im Euro-Europa als Penny Stocks bezeichnet. Als Penny Stock bezeichnet man weltweit Aktien, deren Wert unter einer Einheit in der jeweils lokalen Währung liegt. Eine Ausnahme gilt in den USA: Hier befasst sich der Sprachgebrauch Penny Stocks mit Aktien, die einen Stückpreis von nicht mehr als fünf US-Dollar haben. Zwangsläufig werden Penny-Stocks aufgrund ihres geringen Handelsvolumens an den Börsen der Welt zum Spekulantenspielzeug.

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Nach den Börsen-Turbulenzen 2000 und 2001 erhöhte sich die Zahl der Penny Stocks enorm. In dieser Umbruchzeit waren über 10 Prozent der an den internationalen Börsen gehandelten Aktien Penny Stocks. Gut 10 Jahre später sind Penny Stocks aufgrund verschärfter Delisting-Regeln in den wesentlichen Indizes der Deutschen Börse (DAX, MDAX, TecDax, SDAX) nicht mehr allzu häufig anzutreffen.

Allerdings blüht das Geschäft mit Penny Stocks weiterhin im Bereich des ungeregelten Freiverkehrs, dem so genannten „Open Market“. Hier gelistet zu werden ist finanziell überschaubar, auf ein Emissionsprospekt kann komplett verzichtet werden und bezüglich der Veröffentlichung von Geschäftsberichten und Bilanzen gibt es keine wirklich restriktiven Vorschriften für den Handel mit Penny Stocks. Der Anlegerschutz bleibt bei Penny Stocks nahezu gänzlich auf der Strecke. Bei ausländischen Penny Stocks sind Verstöße gegen die Insiderrichtlinien (§ 20a Wertpapierhandelsgesetz) nur sehr schwer nachzuweisen.

Aktien-Spam erkennen Sie eigentlich immer daran, dass die Mails unaufgefordert zugesendet werden, riesige Gewinne bei kleinem Risiko versprechen und sich mit Unternehmungen befassen, von denen Sie eigentlich noch nie gehört haben. Belassen Sie’s dabei: Ab in den Mülleimer des Vergessens damit.

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Kategorien: Verbraucherschutz
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