Schlag gegen Abofallen-Inkasso

/ 10.05.2011 / / 56

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südosthessen haben im Rahmen einer bundesweiten Durchsuchungsaktion Büros eines Inkassounternehmens wegen Verdachts der Geldwäsche durchsucht. Hintergrund der Aktion sind seit Oktober 2010 geführte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Betrugskommissariats gegen eine bundesweit agierende Gruppierung wegen des Verdachts der Geldwäsche, des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

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Das im Fokus der Untersuchungen stehende Inkassounternehmen wird und wurde immer wieder mit bekannten Abofallen in Verbindung gebracht. Letztendllich wird auch vermutet, dass das Unternehmen mit Sitz in Offenbach komplette datensätze ausgelaufener Abofallen übernommen hat, um diesen Kontakten weitere Mahnungen senden zu können,

Auszug aus dem offiziellen Polizeibericht: Nach derzeitigem Ermittlungsstand werden die im Fokus stehenden Personen verdächtigt, direkt oder über von ihnen betriebene Unternehmen Kundendaten von Call-Centern und anderen Dienstleistern erworben zu haben. Diese Daten sollen sie anschließend an Firmen weiter geleitet haben, die sie wiederum mit unberechtigten Forderungen aus Dienstleistungen zusammengeführt und an Inkassobüros weitergegeben haben sollen; von dort sollen die Forderungsschreiben an die erlangten Adressen versandt worden sein. Ein Teil der Adressaten soll die Forderung bezahlt haben, so dass auf den Konten der Inkassounternehmen Geldbeträge im mindestens sechsstelligen Bereich angewachsen sein sollen. Über Konten Dritter soll ein Teil der so generierten Gelder an die Adressenaufkäufer und die angeblichen Forderungssteller zurück geflossen sein. Das Verfahren richtet sich derzeit gegen über zehn Personen und mehrere Firmeninhaber. Über die Ergebnisse der bundesweiten Aktion mit über 20 Durchsuchungen, deren Ergebnisse derzeit noch ausgewertet werden, wird zu gegebener Zeit nachberichtet.

Weitere Auskünfte ab dem 05.05.2011 behält sich die Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach am Main – unter der Telefonnummer 069/8057-4501 vor. Hinsichtlich weiterer stattgefundener Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Krefeld wird gebeten, sich an den dort zuständigen Pressesprecher zu wenden.

Offenbach, 04.05.2011, Pressestelle, Henry Faltin

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südosthessen
Geleitsstraße 124, 63067 Offenbach

E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de

Weitere Details z.B. Hier http://antiabzockenet.blogspot.com/2011/05/proinkasso-wegen-geldw-im-fokus-der.html

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