Die Brennholzkrise

/ 06.02.2011 / / 234

Der Winter nimmt kein Ende und im Internet gibt es noch immer vermeintliche Brennholz-Schnäppchen. Frei Haus den Raummeter für 60 Euro oder ähnliches. Unser Tipp: Momentan ist das nicht möglich. Prüfen Sie Sonderangebote und kaufen Sie nicht von privat. Grund für die aktuelle Warnung. Es gibt aktuell kaum noch Holz auf dem Markt und wenn es qualitativ hochwertig ist, dann hat es auch seinen Preis. Billig gibt es aktuell nicht und das Internet suggeriert mit einer Fülle von Anzeigen die vermeintliche Verfügbarkeit von Schnäppchen.

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Dazu eine interessante Info von www.brennholz-deutschland.de:

Die Brennholzhändler der Händlergemeinschaft brennholz-deutschland.de haben es eigentlich schon lange kommen sehen: Wir rasen auf ein Brennholzproblem zu. Lange Zeit hat man versucht, die Hintergründe des Brennholzmarktes nicht allzu intensiv zu analysieren, denn eigentlich wollte es niemand wissen: Wir haben nicht genug Brennholz für all diese Öfen, Kamine und Brennholz-Heizungen. Und das Brennholzproblem ist insofern ein echt hässliches Problem, als das man es nur schwer lösen kann.

Die aktuelle Situation: Bei ungebrochener Nachfrage ist der Brennholzmarkt Anfang 2011 fast leergefegt.Holzpreise nähern sich der 80 Euro Marke für den Schüttraummeter. Und was noch böser ist: Die aktuellen Einlaufspresie für Rohholz sind explodiert. Wer für diese Einkaufspreise Holz durch Weiterverarbeitung und Trocknung noch aufwerten will, der wird auch für die kommende Saison “günstig” oder sogar “billig” aus seinem Werbetext-Repertoire streichen müssen. Wer als Kunde einen Preis erwartet, der nicht mal die Produktionskosten deckt, wird wieder mit Gas und Öl heizen müssen

Holz ist kein Energiemarkt, mit Holz kann man Sinnvolleres anstellen als es zu verbrennen. Und Brennholz ist ein auf Verbraucherwunsch ein vom Produzenten subventioniertes Produkt. Der Markt bestimmt den Preis und für den hat der Produzent zu produzieren. Eine Lösung: Wir definieren den Markt neu, nutzen Brennholz im Rahmen realistischer Vorhandenheit, Qualität und Wert und vor allem: Wir hören endlich auf, Brennholz auf Basis aktueller Gesetze, Bestimmungen, Marktlagen, Kundenansprüchen und Verfügbarkeit als echte Alternative auf dem Energiemarkt zu überbewerten. Oder wir ändern Gesetze, Bestimmungen, Marktlagen, Kundenansprüche und Verfügbarkeit.

Ein großer Teil der Brennholzheizer verbrennt Scheitholz, um Geld zu sparen. Öl und Gas sind endlich, haben einen schlechten Ruf, werden immer teurer und die Sonne ist weiter entfernt. Was liegt näher, als auf die Kraft des Waldes zu vertrauen, sich eine relativ billige und technich einfache Technik ins Haus zu holen und mal etwas im Freundeskreis oder im Sonntagsblatt nach “Günstigem Brennholz” zu recherchieren? So schnell konnte man die private Energiekrise noch nie in ein exklusives Luxusproblem wandeln, noch etwas für die Umwelt tun und die Raumtemperatur konstant auf unnötige 27 Grad bringen.

So weit so gut: Das funktioniert so lange, wie der Preis, die Qualität und die Verfügbarkeit des Brennmaterials den Traum von der warmen Hütte auf hoher Flamme glimmen lassen. Was ist aber nun passiert? Es ist ein langer Winter, es ist kalt, die Klimakatastrophe lässt auf sich warten und immer öfter bleibt der Ofen umgebungswarm, denn nicht nur Familie Mustermann hat nicht genügend vorgesorgt. Kurz gesagt: Wenn die Energie, die wir brauchen nicht verfügbar ist oder nur zu teuer, dann haben wir eine Energiekrise.

Man muss es sich mal überlegen: Es wird mittelfristig für die Millionen von Öfen kein Brennholz zu einem Preis geben, der “Heizen” wirtschaftlich sinnvoll macht. Aber aus welchen Gründen sollte man sonst den Ofen anfeuern, und vor allem : Wie sollte man es tun und mit welchem Brennholz?

Wer wissen will, wie diese Geschichte weitergeht, sollte ab und an mal hier vorbeischauen . Der Text wird täglich mit neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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