Die E-Mail-Addy – fast schon ein ganzer Ausweis

/ 24.05.2017 / / 49

Das 14-jährige Mädel hat sich mit der e-Mail-Adresse bei einem Abzockerdienst angemeldet: a.-l.zinselmann (at) zipp.de – nur mal als Beispiel. Natürlich hat sie falsche Angaben gemacht zur Adresse, trotzdem ist der Brief vom Anwalt bei ihr angekommen – per Post. Wie geht das?

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Ganz einfach: Wenn man nach Anna-Lena Zinselmann googelt, dann findet man in Yasni.de einen Eintrag: “Ich bin die Tochter von Hans-Ulrich” – nimmt man den Vornamen des Vaters zum bekannten Familiennamen, dann googlet man in ganz Deutschland 5 Hans-Ulrich Zinselmanns. Ein kurzer Abgleich mit der IP der Ursprungsmail: Der aus Schotten in Hessen ist es. Wir verfolgen die Spur und kommen zu einem Gewerbeeintrag im Wirtschaftsüberblick der Homepage von schotten.de und entdecken den Betrieb von Anna-Lenas Vater und haben damit die Adresse.

Udo Schmallenberg hat als Herausgeber von https://www.verbraucherschutz.tv den Test gemacht: Über 50 % aller User, die sich bei 99downloads mit falscher Adresse angemeldet haben sind anhand ihrer E-Mail-Addy identifizierbar. Wer also seine Kinder schützen will, der kontrolliert die e-Mail-Adressen! Hier haben Jahreszahlen, Orte, oft verwendte Nicks, Initialen und vor allem ganzen Namen nichts verloren. Auch ein guter Tipp: Ab und an mal die Mail-Adresse wechseln. Was tun mit riskanten oder vielleicht schon “verbrannten” Mail-Adressen? Einfach kündigen. Wer nicht erreichbar ist kann auch keine Abzockermails bekommen,

Eine sehr zuverlässige Recherchequelle bieten die Homepages von Schulen und Sportvereinen, die oft ganze Namenslisten von Sportwettbewerben mit Geburtsjahr der Teilnehmer veröffentlichen. Für verbraucherschutz.tv völlig unvorstellbar: “Jeder kleine Betrieb hat heute einen Datenschutzbeauftragten und unsere Schulen sorgen dafür, dass Abzocker ihre Adresslisten optimieren können!”

Share on FacebookShare on Google+
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher noch keine Bewertung)
Loading...

Ein Kommentar zu “Die E-Mail-Addy – fast schon ein ganzer Ausweis”

  1. herbert benovics sagt:

    hallo,
    ich habe gehört, sobald man einmal imIT erfasst ist, egal durch welche massnahme, bleibt man ersichtlich und angeblich nicht löschbar. Stimmt das? wie könnte man veranlassen, nicht mehr erfasst zu sein,z.b.: Google.. etc.

    lg popeye1

    Admin: Natürlich kann man Dinge löschen, aber letztendlich nicht sicher alles. Es ist auf jeden Fall sehr aufwändig und ohne das richtige Knowhow nicht wirklich leistbar. Profis lassen sich solche Dienste mittlerweile sehr gut bezahlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Markus: Wichtig ist doch, dass wieder einmal etwas verboten wurde. Und die Müllverbrenner...
  • Manfred: Da fällt lite nur der Lungenfacharzt Prof. Dr. Dieter Köhler ein, seine Ansicht zum...
  • Christoph: Dass es im “DSGVO-Wahn” schon so weit kommt, Namen an den Haustüren zu...
  • Laura Heimisch: Sie haben Recht, ein sehr gutes sprachliches Niveau ist in Italien nötig, wenn...
  • Hengge: Ja jetzt unterstütz das kba mittlerweile schon die fahrzeughersteller die uns alle über...