Lesermeinung: DHL und die Servicewüste Deutschland

/ 16.03.2009 / / 684

Ein Leserbeitrag:
Ich erwartete ein Paket aus Frankreich, Zieladresse war eine Packstation bei mir um die Ecke. Zur Anlieferung des Paketes bekam ich eine SMS-Mitteilung, dass das Paket nicht in der Packstation hinterlegt worden sei, sondern bei mir in der nächst größeren Filiale der Deutschen Post in der Karl-Marx-Str., einem Einkaufszentrum, bei dem ich bei Abholung des Paketes mit dem Auto auch noch Parkgebühren zahlen muss (mindestens 1 Euro), daher habe ich mir die zusätzliche Adresse der Packstation zugelegt, da kann ich direkt mit dem Auto vorfahren und das Paket normalerweise nach SMS-Benachrichtigung – unabhängig von der Zeit – abholen.

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Nun ja, in freudiger Erwartung ging ich das erste Mal einen Tag nach Eingang der SMS-Benachrichtung in die Filiale. Das Paket war leider nicht aufzufinden und ich wurde vertröstet mit der Bemerkung, dass der Fahrer heute ja vielleicht noch gar nicht die Filiale angefahren habe – es war Freitag 18 Uhr, kaum vorstellbar, dass Paketfahrer so spät noch tätig sind.
Am Montag fragte ich wieder nach dem Paket, auch wieder vergebens. Es sei nicht in der Filiale aufzufinden. Ob ich denn nicht die Paketnummer hätte. Hatte ich natürlich nicht. Ich rief in Frankreich an und ließ mir die Nummer des Pakets geben. Die freundliche Dame von der Deutschen Post gab mir noch den Hinweis, ich sollte mich mit der DHL per Telefon in Verbindung setzen, die Deutsche Post wäre dafür nicht zuständig, sondern würde die Pakete ja nur lagern bzw. herausgeben oder annehmen. Sie schob mir eine Visitenkarte von der DHL über den Tresen. Der Anruf dort sollte 14 cent/Minute aus dem deutschen Festnetz kosten – auch wieder zu meinen Lasten. Beim Anruf bei der DHL erfuhr ich dann, dass die Paketnummer aus Frankreich ab der deutschen Grenze dann plötzlich nicht mehr aktuell war. Die Sendungsnummer des Paketes ändert sich automatisch an der deutschen Grenze, nur bekomme ich das leider nicht mit, wenn ich zum Beispiel per Sendungsverfolgung nach dem Paket auf der DHL Webpage suchen möchte. ERST auf Nachfrage meinerseits bekam ich die Nummer zur Sendungsverfolgung. Dabei wurde in der Historie aufgelistet, dass das Paket sich in der entsprechenden Filiale befinden sollte und ich als Kunde darüber informiert worden sei. Nun ja, dem war so, aber das Paket hatte ich immer noch nicht. Noch einmal 48 Stunden später erschien ich in der Filiale, das Paket war immer noch nicht aufzufinden. Der Mitarbeiter der Deutschen Post rief freundlicherweise auf mein Drängen bin bei de r DHL an, dass Paket war aber dennoch nicht aufzufinden. Eine Reklamation per Telefon bei der DHL direkt brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Es hieß nur, man könne das Paket nicht finden. Im schlechtesten Fall würde es wieder zurückgehen nach Frankreich, nachdem die Lagerzeit zu Ende wäre (7 Tage). Auf die Nachfrage hin, wer mir denn dann die Gebühren erstattet, bekam ich die Anweisung, eine Reklamation zu tätigen, aber natürlich in Frankreich bei de “La poste”. Nachdem ich aus meinem 5 tätigen Urlaub zurück war, rief ich die Sendungshistorie noch einmal auf der DHL-Seite auf, das Paket war auf einmal tatsächlich wieder aufgetaucht und zurück nach Frankreich, ich habe dazu leider keinerlei Information von der DHL bekommen – weder einen Anruf, noch eine email !!!

Die Post in Frankreich erstattet keine Gebühr, sicherlich mit dem berechtigten Hinweis, dass sie ihre Arbeit ja getan hätte. Der Versand des Pakets hat 30 Euro gekostet.
Die sind jetzt weg, dass Paket ist immer noch in Frankreich. Die Snowboardklamotten, die ich eigentlich mit in den Urlaub nehmen wollte, mussten neu gekauft werden.

Als Kunde fühlt man sich doch einfach nur verars….!! DHL verlangt für den Fehler, der deutlich auf Seiten der DHL lag und sogar in der Historie nachgewiesen wurde, dass ich mich bemühe, mein Geld über Frankreich zurückzubekommen. Es ist einfach nur unverschämt…

Verfasser der Redaktion bekannt

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 3 Kommentare
Kategorien: Lesermeinung
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3 Kommentare zu “Lesermeinung: DHL und die Servicewüste Deutschland”

  1. DHL hat bei mir eine Warensendung nicht ausgeliefert. Nach Drängen meines Abnehmers habe ich anhand der Trackingnummer festgestellt, daß DHL das Paket “zur Neuverpackung” zurück in das Verteilzentrum geschickt hat. nach 4 Tagen habe ich dann moniert, daß das Paket weder zugestellt worden ist, noch zurückgesendet wurde. Der Berater war aber nicht in der lage, das Paket weiter zu lokalisieren.
    Schließlich kam nach einigen Tagen ein Schreiben, vom Inhalt des Paketes (4 Gläser eines teuren Brotaufstrichs) sei eines aufgegangen und man habe mir das ganze zurückgeschickt.
    Als die “Nachverpackte Sendung” eintraf, war auf den ersten Blick erneut alles ölig, zudem der Karton an einer Stelle (Mitte) durch einen spitzen Gegenstand beschädigt. Geöffnet habe ich die 4 Gläser so vorgefunden: das “ausgelaufene” Glas in einer Plastiktasche, die übrigen 3 ohne jede Polsterung wild hinengeworfen. Nun sind auch diese ausgelaufen.
    Die Begleichung der Rechnung (Schadensersatz) wurde abgelehnt mit dem Hinweis, “mein Chef sagte, man könne da nichts machen”. und mit Hinweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen (sachgerechte Verpackung” die Sache für erledigt erklärt.
    Das Problem: mit einem Streitwert von ca. 60€ läßt sich kein Anwalt finden. Damit rechnet man wohl bei DHL, und man fühlt sich nicht mal verantwortlich für den selbst verursachten Schaden!

  2. Maryna B. sagt:

    DHL hat nicht nur mein Paket 38 Tage lang im Lager liegen gelassen, aber auch es nicht zugestellt hat!

    Nach viele Reklamationen, e-mails, Telefonanrufe, habe ich diese Antowrt bekommen: “Nachdem die Sendung Deutschland verlassen hat, ist die lokale Post im Ausland verantwortlich für die Zustellung und Datenübermittlung, nicht DHL. Wir bitten um Verständnis, dass wir von Deutschland aus leider keinen Einfluss auf die Zustellung in der Ukraine nehmen können.”

    Jetzt die Frage: WIE kann man eine kollektivklage mit einem Rechtsanwalt gegen DHL+Deutsche Post beantragen? Und wo?

  3. J. A. Balta sagt:

    DHL Express Schweiz kann das noch besser. Wir wollten ein Paket nach Russland senden (Versandpreis wurde mit CHF 500 angegeben). Das Paket kam nie an weil der DHL mitarbeiter an der Russischen Grenze behauptete kein Englisch zu sprechen, daher konnte er nicht die kurze englisch Inhaltsbeschreibung übersetzen. Ein Monat später bekamen wir das Paket zurück mit einer Rechnung für Hin- und Rücksendung (2 x 500 = 1000 CHF). Begründung: DHL kann ja nichts dafür daher senden sie uns jetzt einen netten Brief von Ihrem Anwalt.

    Die gute Nachricht ist: Es gibt viele andere seriöse Paketdienste wie World Courier oder Marken services, die für einen geringeren Preis in nur zwei Tagen weltweit liefern, ohne Englischprobleme.

    Gruss

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