Verbraucherschutz fordert den Grünkohltest

/ 16.10.2008 / / 24

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und die Lebensmittelbehörden der Länder aufgefordert, die Namen von Erzeugern, Händlern und Produkten öffentlich zu machen, die 2007 potentiell gesundheitsschädliche Lebensmittel in Verkehr gebracht haben. Im Oktober 2008 hatte das BVL den Monitoringbericht 2007 vorgelegt. Bei einigen Proben von Kopfsalaten, Grünkohl, Tomaten und Austernseitlichen war nach Auskunft des BVL die Belastung so hoch, dass bei einmaligem Verzehr gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht auszuschließen seien.

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„Ich kann mich nicht erinnern, dass die Behörden im vergangenen Jahr einmal öffentlich von dem Verzehr von Salat und Gründkohl gewarnt hätten“, sagt Dr. Stefan Etgeton, Fachbereichsleiter Gesundheit und Ernährung. Er fordert die Länder auf, die Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen, wie, wann und gegen wen sie im zurückliegenden Jahr in den Fällen von akuter Gesundheitsgefährdung für die Verbraucher aktiv geworden sind. Darüber hinaus fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Echtzeitkontrolle und Information über die derzeitigen Belastungen von Kohl und Salaten. „Ich will nicht wissen, was war, sondern was ist“, so Etgeton. Die Freude auf die Gründkohlsaison dürfte ohne eine Entwarnung ziemlich getrübt sein. Bei den Stichproben 2007 überschritten rund jede fünfte Grünkohlprobe und jede siebte Wirsingkohlprobe die zulässigen Rückstandsgehalte.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert den Handel auf sicherzustellen, nur verkehrsfähige Ware in die Regale des Handels gelangt. Zudem sieht der Bundesverband in dem Monitoring-Bericht erneut eine Bestätigung für die dringende Notwendigkeit der Stärkung der Lebensmittelüberwachung der Länder. „Wie können wir Verbrauchern den gesundheitsfördernden Verzehr von Obst und Gemüse anraten, wenn wir immer wieder mit gravierenden Überschreitungen konfrontiert werden“, so Etgeton. Bund und Länder müssten gemeinsam mit Erzeugern und Handel eine Minimierungsstrategie entwickeln.

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Kategorien: Ernährung
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