Finanz-Verbraucherschutz gefordert

/ 24.05.2017 / / 30

Auch in Deutschland hat die Finanzkrise die Anlegerinnen und Anleger in Deutschland getroffen. “Viele Verbraucherinnen und Verbraucher machen sich Sorgen um ihr Erspartes, manche haben auch allen Grund dazu,” erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, und Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Nicht wenige Anlegerinnen und Anleger haben auf Empfehlung ihres Finanzinstituts in vermeintlich sichere Finanzprodukte investiert, beispielsweise Zertifikate. Gerade bei diesen Produkten mit klingenden Namen wie etwa Deutschland Garant ist aber nichts sicher. Wer zum Beispiel dieses Zertifikat des bankrotten Geldinstituts Lehman Brothers sein Eigen nennt, der hat alles verloren. Der Skandal dabei: Solche Produkte sind den Menschen als völlig risikofreie Anlageformen, als sogenanntes “Rollstuhlgeld”, angedreht worden.

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Sparkassen und die Citibank haben sich hier laut Medienberichten als besonders eifrige Verkäufer erwiesen, auch die Dresdner Bank soll noch Lehman-Zertifikate verkauft haben, als sie bereits von der drohenden Pleite wusste. (siehe dazu auch www.anlegerschutz.tv)

Gerade bei komplizierten Produkten wie Zertifikaten muss gelten: Klare Informationen über Risiken, Kostenstruktur und Handelbarkeit durch die Anbieter. Und wer ein völlig ausfallsicheres Finanzprodukt möchte, der sollte von seiner Bank nicht ein Zertifikat verkauft bekommen. Die Finanzdienstleister sind aufgefordert, hier ihre besondere Verantwortung wahrzunehmen.

Wir haben immer wieder Vorschläge zur Verbesserung des Verbraucherschutzes vorgelegt, die aber von der großen Koalition abgelehnt wurden. Jetzt muss endlich gehandelt werden. Wir fodern, dass die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin mehr Kompetenzen erhält. Der Verwaltungsrat muss verkleinert und stärker mit unabhängigen Expertinnen und Experten besetzt werden. Die BaFin muss finanziell und personell besser ausgestattet werden und sich stärker um den Verbraucherschutz kümmern. Wir fordern außerdem die Einführung eines sogenannten Watchdog als zusätzliches verbraucherpolitisches Instrument im Finanzbereich.

Der “Finanz-Watchdog” soll den Finanzmarkt beaufsichtigen und Missstände an die Aufsichtsbehören melden. Denn nur wenn das Aufsichtssystem funktioniert, können die Verbraucherinnen und Verbraucher dem deutschen Finanzmarkt wieder völlig vertrauen.

Quelle www.umweltruf.de

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